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GESUNDHEITSFORUM 2026: Veranstaltung zum Thema "Kniegesundheit" mit großer Resonanz

18.​08.​2026

Bericht zum "Gesundheitsforum 2026" am 12. August 2026:

 

Moderne Wege, das Knie möglichst lange zu erhalten


Arthrose im Knie – operative Möglichkeiten und Prävention standen im Mittelpunkt des Gesundheitsforums des Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow und dem LuKISS e. V.


Wie lässt sich Arthrose im Knie möglichst früh erkennen? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es, bevor ein künstliches Gelenk überhaupt notwendig wird? Und welche Rolle spielen moderne Verfahren wie Robotik und Künstliche Intelligenz bei der Knieendoprothetik, warum wird hierdurch die Ergebnisqualität und Genauigkeit von Gelenkoperationen deutlich verbessert?


Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigte sich das Gesundheitsforum am 12. August 2026. Das Interesse war groß: Der Veranstaltungsraum "Säulensaal" im Waldhaus Ludwigsfelde war sehr gut gefüllt, zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen sogar spontan dazu.

 

Viele der Gäste hatten bereits eine Knieoperation hinter sich, andere stehen möglicherweise selbst vor einer solchen Entscheidung und wollten Ihren Spezialisten und Operateur vor Ort kennenlernen. 


Arthrose früh erkennen und gezielt behandeln


Unser Referent und renommierte Gelenkspezialist, Chefarzt Dr. von Engelhardt, machte deutlich, dass die Behandlung von Kniearthrose nicht erst beim vollständigen Gelenkverschleiß beginnen sollte. Je früher Knorpel- und Meniskusschäden, Achsfehler und Instabilitäten u. v. m. erkannt und behandelt werden, desto besser sind häufig die Möglichkeiten, das eigene Gelenk zu erhalten. Zu Beginn einer Behandlung steht daher eine genaue Diagnostik. Erst auf dieser Grundlage kann entschieden werden, welche Therapie für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten sinnvoll ist.


Ein Fokus des Vortrags lag auf den Menisken und dem Gelenkknorpel. Meniskusverletzungen sind häufige Ausgangspunkte für eine spätere Arthrose. Wenn möglich sollte der Meniskus deshalb erhalten werden. Der Meniskus erfüllt eine wichtige Funktion als Puffer und trägt dazu bei, die Belastung des Knorpels zu reduzieren.


Viele Möglichkeiten, das eigene Gelenk zu erhalten


Arthrose bedeutet nicht automatisch, dass sofort ein künstliches Gelenk eingesetzt werden muss. Dr. von Engelhardt stellte die große Bandbreite moderner Behandlungsmöglichkeiten vor, z. B. umstellende Operationen mit Korrektur der Beinachse, Knorpeltransplantationen, die Anpassung der Lebensweise, Physiotherapie, medikamentöse Behandlung, Hyaluronsäure sowie weitere konservative bis hin zu den unterschiedlichen operativen Methoden.

 

Ein wichtiger Grundsatz des Vortrags lautete: Das eigene Kniegelenk sollte so lange wie möglich erhalten bleiben, oftmals kann eine gelenkrekonstruierende Operation und ein vollständiger Gelenkersatz erfolgreich hinausgezögert werden. Sollte doch ein Gelenkersatz notwendig werden, dann sollte dieser zumindest nur Teilen, und damit deutlich schonender, erfolgen. Je nach Ausgangslage und Befallsmuster der Arthrose kommt dann nur ein Teilgelenkersatz unter Erhalt aller anderen Kompartimente und unter Erhalt der Kreuzbänder zum Einsatz. Dies ist bei Herrn Dr. von Engelhardt in mehr als 40-45 % der Fälle sinnvoll möglich. Wenn ein Gelenkersatz notwendig wird, ist die Operation so klein und schonend wie möglich zu halten.


Letztendlich lässt sich nicht jeder Gelenkverschleiß vollständig gelenkerhaltend behandeln. Unter Umständen kann ein Teil- oder Vollgelenkersatz sinnvoll sein. Dabei wird nur der tatsächlich geschädigte Gelenkbereich ersetzt, während alle weiteren Gelenkanteile samt Knorpel-, Knochen- und Bändern erhalten bleiben. Ist der Verschleiß hingegen weit fortgeschritten und das gesamte Gelenk befallen, kann ein vollständiger Oberflächenersatz des Kniegelenks erforderlich werden.


Im Fall von Gelenkersatzoperationen nutzt Herr Dr. von Engelhardt die hochpräzise und KI gestützte Robotik. Die vielen Optimierungsmöglichkeiten und Verfeinerungen in dieser Methode wurden von Dr. von Engelhardt eindrucksvoll und bildreich dargestellt und mit reichlich Daten der Qualitätssicherung und der vielen nationalen Implantateregister untermauert.

 

Herr Dr. von Engelhardt ist Pionier in der Qualitätssicherung in der Endoprothetik und begleitet seit 15 Jahren wissenschaftlich und klinisch bundesweit die qualitätssichernden Maßnahmen in der Endoprothetik. Er ist zertifizierter Fachexperte und bundesweiter Auditor für EndoProthetikZentren und das deutsche Qualitätsregister EncoCert.


Moderne Knorpeltherapie: biologische Regeneration im Fokus


Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags war die moderne Knorpeltherapie. Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Evangelischen Krankenhauses Ludwigsfelde-Teltow setzt dabei auf möglichst minimalinvasiv-arthroskopische Verfahren zur biologischen Rekonstruktion von Gelenkknorpel.


Zum Einsatz kommen unter anderem das bereits etablierte matrixgestützte Knorpelregenerationsverfahren AMIC sowie das zellgestützte AutoCart™-Verfahren (autonome Chondrozytentransplantation). Ziel ist es, körpereigene Heilungs- und Regenerationsmechanismen zu nutzen und geschädigten Knorpel möglichst biologisch zu rekonstruieren.


Viele Fragen, großes Interesse


Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, ihre persönlichen Fragen an den Chefarzt zu stellen. Das große Interesse zeigte, wie viele Menschen sich mit Kniebeschwerden, Arthrose und der Frage nach einer möglichen Operation beschäftigen.


Weitere Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten, der KI-gestützten Robotik in der Gelenkchirurgie und zu Dr. Boris von Engelhardt finden Sie auf der Website des Evangelischen Krankenhauses Ludwigsfelde-Teltow unter „Unfallchirurgie und Orthopädie | Endoprothetikzentrum Teltow-Fläming“.

 

Herr Dr. von Engelhardt bietet zu folgenden Zeiten eine Gelenksprechstunde an: 
Mittwoch: 9:00 – 13:00 Uhr
Freitag: 10:00 – 13:30 Uhr


Terminvereinbarung unter:
Telefon 03378 828-2312 oder 03378 828-2489